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Historische Gärten und Parkanlagen sind keineswegs nur Relikte vergangener Epochen der Gartengeschichte, sie sind wesentlicher, prägender Bestandteil unserer heutigen Umwelt. Sie vermitteln uns das jeweils herrschende Naturverständnis ihrer Entstehungszeit. Ihre Vergänglichkeit zeigt uns aber auch, dass es sich bei Gärten und Parks um von Menschen geschaffene, lebendige Freiräume handelt, die regelmässige Pflege erfordern, um ihre gestalterische Aussage zu erhalten oder sie weiter zu entwickeln.
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen erwarten heute von historischen Freiräumen aber auch eine Integration neuer, zeitgemässer Nutzungen,die mit dem historischen Erbe in Einklang zu bringen sind. Ein besonderer Anspruch, dem wir uns gerne stellen, da hier der Dialog zwischen Historie und Zukunft ein äusserst spannungsvolles Arbeiten ermöglicht.
Zwei realisierte Beispiele aus dem Rheingau -Schloss Vollrads in Winkel und Kloster Eberbach bei Hattenheim- zeigen, dass z.B. eine behutsame Erweiterung des gastronomischen Angebotes im Aussenbereich möglich ist. In beiden Fällen kamen vorhandene, historische Materialien in einer zeitgemässen Verwendung (nicht historisierend) zum Einsatz.
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